Die meisten Karten- und Brettspiele für Kinder machen den Spielenden nicht nur Spaß, sondern trainieren nebenbei auch noch die Konzentration, Kombinationsgabe, Geschicklichkeit oder Schnelligkeit. Halli Galli ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie vermeintlich ganz einfache Spiele dies schaffen. Zwar ist das Kartenspiel mit der Glocke nicht mehr das allerneueste und inzwischen gibt es auch schon diverse Nachfolger, die die ursprüngliche Version verschärfen oder spannender und lustiger machen sollen, doch am Ende kommen die meisten Spiele-Begeisterten doch wieder beim guten alten Halli-Galli-Klassiker an.
Und so ist Halli-Galli auch längst kein Kinderspiel mehr, sondern auch Erwachsene vertreiben sich so manchen Abend mit den bunten Früchtchen.
Die Regeln des Spieles sind leicht erklärt (einer der vielen Vorzüge des Spieles): Jeder Spieler bekommt eine bestimmte Anzahl an Karten, bis alle Karten des Stapels verteilt sind. Auf den Karten sind verschieden farbige Früchte abgebildet und zwar unterschiedlich viele nämlich eins bis fünf. Der Reihe nach werden die Karten umgedreht und sobald insgesamt 5 der gleichen Früchte auf dem Tisch liegen (egal auf wie viele Karten verteilt), müssen die Spieler auf die Klingel hauen, die in der Mitte des Tisches steht. Wer zuerst klingelt, bekommt alle in der Mitte liegenden Karten und freut sich königlich über seinen ordentlich gewachsenen Stapel. Die anderen Spieler hingegen, müssen zusehen, dass sie wenigstens beim nächsten mal den Stapel ergattern, denn wer keine Karten mehr hat, scheidet aus.
In der Theorie ist das Spiel also wirklich kinderleicht, doch bei der praktischen Umsetzung scheitert so mancher großer Strategiker. Sehr schön (oder auch brutal, je nach dem aus welcher Perspektive man es sieht,) zeigt sich hier, dass das junge Hirn manches doch deutlich schneller erfasst als ein älteres und so strahlen am Ende der Partie die kleinsten Mitspieler oft am meisten, während die älteren große Augen machen.

